Gelbvieh als Milchvieh

Gelbvieh ist ein relativ ursprüngliches und naturbelassenes Rind. Die angestrebte Milchleistung ist daher niedriger, als bei den „Intensivrassen“. Es wird in Franken in relativ kleinen bäuerlichen Höfen mit zehn bis 30 Kühen gehalten. Die Leistungsentwicklung der Gelbvieh-Herdbuchkühe im RZV Franken zeigt im Vergleich zu anderen Rassen die folgende Grafik:
                 
Die Grafik zeigt, dass die mittlere Leistung des Gelbviehs in den letzten Jahren relativ konstant nahe 6000 kg Milch je Jahr liegt. Dies liegt auch daran, dass das Gelbvieh in relativ kleinen und wenig intensiven Betrieben sowie in Biobetrieben gehalten wird.

Dagegen nimmt die Milchleistung der intensiveren Rassen Fleckvieh und Holsteins (Schwarzbunte und Rotbunte) stetig weiter zu.


Dafür kann die Milch von Gelbvieh überwiegend mit Grundfutter erzeugt werden. Je nach Grundfutterqualität reichen relativ kleine Mengen von Nebenprodukten der Getreideverarbeitung als Beifutter aus.

Deshalb ist das heimische Gelbvieh vor allem für die Milcherzeugung in Biobetrieben bestens geeignet. Der hohe Wert der Schlachttiere und die ausgezeichnete Qualität des Fleisches tragen dazu bei, die Wirtschaftlichkeit der Biomilcherzeugung deutlich zu verbessern. Darüber hinaus ist die Zusammensetzung des Milcheiweißes optimal für die menschliche Ernährung sowie die Käse-, Quark- und Joghurtherstellung.