Gelbvieh in der Mutterkuhhaltung

Ursprünglich wurde das Gelbvieh als Arbeitstier und Düngerlieferant und zur Fleischherstellung genutzt. Die Milchleistung spielte eine untergeordnete Rolle und wurde vor allem für den Eigenbedarf der Familie gebraucht.
Erst durch das Freiwerden von Kulturflächen durch die Industrialisierung und Abwanderung der ländlichen Bevölkerung wurden in den 1970er Jahren die in einigen bergigen Gegenden z. B. Spessart und Rhön entstandenen Brachflächen mit Mutterkühen für die Rindfleischproduktion genutzt.
Das heimische Gelbvieh bot sich hierfür besonders an, da es ein fleischbetontes Rind mit guter Milchleistung und damit hervorragendem Wachstum der Kälber ist. Die Jahrhunderte lange Nutzung als Arbeitstier, die eine Selektion nach Gefügigkeit und Gutmütigkeit zur Folge hatte, machte die Betreuung der freilaufenden Tiere einfach und gefahrlos möglich. Die harten, dunklen Klauen, die sich durch die harte Arbeit als Zugtier vor Wagen und Pflug herausgebildet hatten, sorgen jetzt dafür, dass die Tiere auch auf dem zum Teil harten und steinigen Boden bestens zurechtkommen und die Klauenpflege nur wenig Aufwand erfordert.


1.    Verbreitung in Franken und Deutschland 

1980 hielten in Franken nur 2 Betriebe mit insgesamt 23 Mutterkühen Tiere der Gelbviehrasse.
2015 waren es bereits 21 Betriebe mit insgesamt 564 Mutterkühen.
Auch in anderen Bundesländern findet das Gelbvieh zunehmend Anhänger.
          

2.    Verbreitung  weltweit

In der Mutterkuhhaltung ist das Gelbvieh inzwischen weltweit vertreten (Richter!)
Genaue Zahlen über die Bestände in anderen Ländern liegen derzeit allerdings nicht vor.